„Uns schickt der Himmel”
Unter diesem Motto beteiligten sich Ministranten aus dem ganzen Pfarrverband an der deutschlandweiten 72-Stunden-Aktion des BDKJ (Bund der der Deutschen Katholischen Jugend). Bei der Aktion sollten junge Menschen sich gemeinsam sozial engagieren. Mit unserem Projekt, dem Bau von Insektenhotels, wollten wir auf die Wichtigkeit der Insekten für unsere Umwelt heute und auch für folgende Generationen aufmerksam machen. Das Wetter meinte es gut mit uns, so dass wir im Freien vor dem Pfarrhof Kreuth die Aktion durchführen konnten. Unter Anleitung von Florian Eham, der einen Baukastensatz für die Insektenhotels gefertigt hatte, wurden 5 Hotels gemeinsam erstellt. Danach begann die eigentliche Arbeit, das Befüllen der einzelnen Etagen. Hierfür hatte Verena Rottensteiner, die auch die Idee für diese 72-Stunden-Aktion hatte, Hinweise zusammengestellt, welches Material von welchen Insekten bevorzugt wird. Nun mussten passend Äste gesägt und durchbohrt werden, Holzwolle, Tannenzapfen etc. verteilt und befestigt werden. Zwischendurch gab es eine Verschnaufpause: Zum einen stärkten wir uns am Buffet, das von den Leckereien zusammengestellt wurde, die die Ministranten mitbrachten. Zum anderen informierte der Wildbad Kreuther Imker Florian Leis sehr lebendig über die fleißigen Honigbienen, die ihr Zuhause selbst bauen und unsere Hotels links liegen lassen! Erstaunt hörten wir, wieviel Arbeit in der Pflege von Bienenhäusern steckt und wie lange es schon diese Nutztiere gibt. Nachwuchsimker Sohn Julian zeigte allen die verschiedenen Etagen des Bienenhauses und durfte zum Schluss seine „Bienenpfeife“ demonstrieren. Das fanden natürlich alle besonders spannend, zumal Ministranten sich mit Rauch, natürlich eher Weihrauch, gut auskennen. Danach ging es gleich mit dem eigentlichen Tagesprojekt weiter und nach vier Stunden waren tatsächlich alle 5 Insektenhotels fertig. Das erste Hotel fand bereits seinen Platz bei Ministrant Stefan Winkler in Point. Nun muss es nur noch bezogen werden! Alle waren stolz, was man in vier Stunden gemeinsamer Arbeit erreichen und voneinander lernen kann. Wir haben zwar nicht Berge versetzt, hatten aber bei der Arbeit viel Spaß, viel Neues über Insekten gelernt, festgestellt, dass jeder etwas für die Umwelt selbst tun kann und dabei auch unsere Gemeinschaft über die Kirchturmspitze hinaus gestärkt! Wenn alle Hotels ihren Platz gefunden haben, können wir uns dann vor Ort davon überzeugen, ob die Insekten unsere Hilfe angenommen haben!